Textil Landeck einst
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Die Ansiedlung der Textilfabrik läßt sich nur in Zusammenhang mit dem Kraftwerk Wiesberg erklären. Josef Krautschneider, Fraktionsvorsteher und Seilermeister in Pians lernte 1891 den bömischen Industriellen Heinrich Just kennen.
Dessen Textilmanufakturen im bömischen Asch und Teplitz importierten mit hohen österreichischen Einfuhrzöllen belegte Garne aus der Schweiz.

Textilfabrik Landeck um 1910

Der Schweizer Industrielle Johannes Paravicini als Lieferant der Garne war daher an einem Standort in Österreich interessiert, So wurde mit Partnern das Kraftwerk Wiesberg als Voraussetzung für eine Industrieansiedlung in dieser Gegend gebaut. Unmittelbar nach der Gründerversammlung 1901, begann man dann mit dem Bau der Fabrikshallen. 1908 wurden die Spinn- und Zwirnmaschinen mit elektischem Einzelantrieb ausgerüstet, worauf die Anlage zu den modernsten in Europa zählte. 450 - 500 Beschäftigte fanden in den zwanziger Jahren in einem damals krisenisicheren Unternehmen, das mit dem Bau von Arbeiterwohnungen auch soziale Verantwortung praktizierte, Arbeit und Einkommen. (Abb. um 1910)

Mit freundlicher Genehmigung entnommen dem Buch von Georg Zobl: LANDECK auf alten Ansichtskarten Hg. Herbert Ascherbauer, Austria 1993

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